50 Jahre Lehrstuhl für Informatik 4

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Der Lehrstuhl für Informatik IV (Betriebssysteme) wurde durch den Adhoc-Ausschuß Überregionales Forschungsprogramm Informatik des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft in seiner Sitzung vom 18. März 1970 empfohlen und durch das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus noch im selben Jahre geschaffen.
Am 1. Juli 1972 erfolgte mit der Berufung von Prof. Dr. rer. nat. Fridolin Hofmann dann die Lehrstuhlgründung.
Der Forschungsschwerpunkt lag zunächst auf der Entwicklung von Betriebssystemen für speichergekoppelte Mehrrechnersysteme und damit zusammenhängende Aspekte.
1976 konnte ein Dreiprozessorsystem mit gemeinsamen Arbeitsspeicher installiert werden, womit die apparativen Voraussetzungen für die Aufnahme von Betriebssystemimplementierungen geschaffen waren.
Durch die zwei Jahre später begonnen Untersuchungen, das Betriebssystem UNIX an die Bedürfnisse von Multiprozessor- und Netzwerkkonfigurationen anzupassen, wird der Fokus auf die Forschungsfelder Multiprozessorsysteme und Verteilte Systeme verdeutlicht — welcher auch heute noch dem Lehrstuhl, seit 2002 unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Wolfgang Schröder-Preikschat, anzumerken ist (mit einer zeitgemäßen Aktualisierung auf die Untersuchung von Vielkernsystemen).

Um das Jubiläum gebührend zu feiern, wird am 19. und 20. September des Herbsttreffen der GI Fachgruppe Betriebssysteme in Erlangen ausgerichtet, in dessen Rahmen auch eine Festveranstaltung mit Rück- und Ausblick stattfinden wird (wie auch beim 30. und 40. Jubiläum).